Basiswissen Nährstoffe

Menschen brauchen Nährstoffe zum Leben.
Besonders Kinder im Wachstum.
Wir unterteilen Nährstoffe in:

Makronährstoffe: Aus diesen Stoffen gewinnen wir Energie. Ebenso brauchen wir Makronährstoffe als Bausteine für unsere Zellen. Zu den Makronährstoffen zählen wir Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Man könnte sagen, es handelt sich hierbei um den “Treibstoff” für unseren Körper. Diese Stoffe gibt es in unserer heutigen Nahrung reichlich. Art und Menge dieser Stoffe müssen auf Verpackungen der Lebensmittelindustrie angegeben werden.

Mikronährstoffe: Wir brauchen sie nur in sehr geringen Mengen. In Lebensmitteln sind diese Stoffe allerdings auch nur in deutlich geringerer Menge vorhanden als Makronährstoffe. Trotzdem sind sie für unser Überleben absolut wichtig. Sie stellen sicher, dass unsere unterschiedlichsten Körperfunktionen in allen Bereichen reibungslos ablaufen. Zu den Mikronährstoffen zählen wir Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie essenzielle Fett- und Aminosäuren. Wenn wir diese Mikronährstoffe nicht bekommen, geht unser “Motor” gewissermaßen kaputt. Hinweise zu Mikronährstoffen müssen auf den Verpackungen der Lebensmittelindustrie nicht angegeben werden.

Mikronährstoffe finden sich in relevanten Konzentrationen besonders in Lebensmitteln wie:

  • Wild- und Gartenkräuter wie Brennnessel, Löwenzahn oder Liebstöckel
  • grünes Blattgemüse, Kohlsorten und Wurzelgemüse sowie Pilze
  • (Wild-) Beeren wie Sanddorn oder Hagebutten und Trockenobst
  • tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milch; Toplieferant ist Leber
  • frischer und geräucherter Fisch
  • Nüsse und Samen
  • Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen
  • Öle aus Keimen (kaltgepresst) und tierische Fette wie Butter und Voll-Milch
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    Diese Lebensmittel sollten aus biologischer Landwirtschaft stammen da sie sonst für den menschlichen Organismus oft belastende oder giftige Rückstände aufweisen. Solche Rückstände sind Pestizide aus der Intensivlandwirtschaft und Medikamente und Wachstumshormone aus der Massentierhaltung.

    Die Herstellung von biologisch produzierten Lebensmittel ist im Vergleich zur industriellen Landwirtschaft aber recht arbeitsintensiv und somit wenig rentabel. Auch die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie hat kein wirtschaftliches Interesse an teuren Rohstoffen; diese schmälern den Gewinn. Diese betriebswirtschaftliche Kalulation hat dazu geführt, dass die Industrie Lebensmittel für uns Menschen produziert, die keine ausreichenden Mengen an Mikronährstoffen aufweisen. In der Konsequenz leiden Menschen – besonders Kinder – zunehmend an einer Mangelernährung mit allen wissenschaftlich belegten Konsequenzen.

    Die folgende Tabelle macht diese Dynamik sichtbar. Aufgeführt werden die von der DGE für den Erhalt einer Gesundheit vorgeschlagenen und täglich zu konsumierenden Mengenangaben für alle lebensnotwendigen (essenziellen) Nährstoffe. Die ungefähren Mengenangaben gelten für ein gesundes Kind der Altersgruppe 1 – 4. Wenn ein Kind krank ist, unter einer hohen Stressbelastung leidet oder wächst, braucht es von den meisten Nährstoffen und entsprechenden Lebensmitteln oft deutlich höhere Mengen. 

    Wenn ein Kind die entsprechenden Mengen der lebensnotwendigen Nährstoffe NICHT bekommt, beobachtet man häufig Mangelerscheinungen. Diese Erscheinungen sind in der letzten Spalte aufgeführt. 

    Die Lebensmittel, die in FETT aufgeführt werden, sind die Lebensmittel, die von den offiziellen Ernährungsbehörden und Ministerien für einen regelmäßigen Konsum empfohlen und in Kitas und Schulen verabreicht werden.

    Weitere Informationen und Hintergründe finden sich in dem Buch “Deutschlands Kranke Kinder”

    Quellen und weitere Informationen zur Tabelle: 
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) DACH-Referenzwerte für Nährstoffzufuhr https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/
  • Nährwertrechner http://www.naehrwertrechner.de/
  • Buch: “Die Nährwerttabelle 2016/2017”  Prof. Dr. Helmut Heseker und Dipl. oec. Troph Beate Heseker
  • Buch: “Die große GU Nährwerttabelle 2016/2017”  Prof. Dr. Emadfa, W Aigen, Prof. Dr.E. Muskat, Dipl. oec. Troph D. Fritsche
  • Buch: “Handbuch der Nährstoffe”  2012, Prof. Dr. Michael Zimmermann, Hugo Schurgast, Uli P Burgerstein
  • Buch: “Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente”  2014, Heinz Knieriemen
  • Buch: “Ernährungsmedizin und Diätetik”  12 Auflage 2014, Heinrich Kasper
  • Buch: “Duale Reihe – Biochemie”  3 Auflage 2012, Joachim Rassow, Karin Hauser, Roland Netzker, Rainer Deutzmann
  • Buch: “Mineralien – das Erfolgsprogramm”  2005, Dr. med. Ulrich Strunz und Andreas Jopp
  • Buch: “Topfit mit Vitaminen”  2013, Dr med. Ulrich Stunz und Andreas Jopp
  • Buch: “Vitamine – aus der Natur oder als Nahrungsergänzung – wie sie wirken, warum sie helfen”  2013, Dr. med. Ulrich Strunz